Freitag, 13. Juli 2012

Umbau BlueRay Player, oder es soll kühler werden

Wenn man die Aufstellungvorgaben des Herstellers nicht einhalten kann und, oder man ein Gerät hat das von Natur aus eine große Hitze entwickelt, so kann man entweder abwarten und hoffen das es nicht den Hitzetod stirbt oder es etwas dagegen tun. Und da ich schon bei meinem Denon AVR 1910 einen Weg gefunden habe mein Ziel zu erreichen, warum nicht auch hier?  ( Siehe hier )
Da bei meinem Philips BDP 7500 beides der Fall war, hatte ich beschlossen etwas dagegen zu tun. Das Gehäuse das Player war regelmäßig nach ca. 15 min Betrieb glühend heiß. Und da mehr Kühlkörper die Geräte teurer machen, findet man in den unterem bis mittlerem Preissegment eher weniger und kleinere Kühlkörper in den Geräten vor.
Eine Möglichkeit ist es Lüfter zu verwenden. Da diese aber Geräusche produzieren fallen diese aber weg, da Nebengeräusche in einer hochwertigeren Hifi- / Surroundkette möglichst nichts zu suchen haben.
So bleiben nur Kühlkörper und Optimierungen des Luftstroms übrig.


Der erste Schritt war das Gerät erst einmal aufzuschrauben und sich den Aufbau zu betrachten. Auf der Suche nach Wärmequellen fand ich dann eigentlich nur zwei wirklich maßgebliche. Der Prozessor und das Netzteil. Somit waren dann auch die Maßnahmen schon so gut wie klar.

1. Das Netzteil; Kühlkörper vergrößern
2. Den Prozessor; Kühlkörper vergrößern
3. Das Gehäuse; CPU Kühlkörper an die Rückseite
4. Der Deckel, Lüftungslöcher über den Prozessor

Da ich über die Jahre jeden meiner alten PC'S ( und diverser vom Wertstoffhof ) ausgeschlachtet habe, und die Teile gelagert habe, bin ich im Besitz einer relativ großen Anzahl diverser Kühlkörper. Hätte ich diese neu gekauft wären für diese Projekt mindestens 40 Euro drauf gegangen.



Ich suchte auf der Rückseite eine freie Stelle. Mittels zweier Blechschrauben und Wärmeleitpaste habe ich dann einen CPU-Kühler daran geschraubt. Über diesen wird mit die meiste Wärme abgeführt.


Als nächstes war dann der Prozessor dran. Die äußeren Lamellen des eigentlichen Kühlkörpers habe ich ein wenig nach Außen gebogen, und mit Klammer zwei kleinere Kühlkörper darauf gesetzt. Auch hier darf man die Wärmeleitpaste nicht vergessen.


Nun kam das Netzteil dran. Oft eine unterschätzte Komponente eines Gerätes. Damit ein Gerät ordentlich funktioniert bedarf es sauberer und stabiler Spannungen. Ist ein stabilisiertes Netzteil aber zu warm, kann es zu Arbeitspunkverschiebungen kommen. Dies ist einfach dadurch zu erklären das bestimmte Bauteile nur innerhalb bestimmter Temperaturbereichen ihre Funktion optimal erfüllen. Dieser Anspruch wird oft nur bei Geräten in höheren Preissegmenten erfüllt. Kostet halt wieder Geld.
Hierzu habe ich einfach einen kleines Kühlsegment abgewinkelt und mit einer zusätzlichen Mutter an die Schraube des Spannungsstabilisators dran geschraubt. Fertig. Hier hätte ich sicherlich noch einen größeren nehmen können. Aber es war ausreichend.

Als nächstes kam der Deckel dran. Ich wollte das die Wärme des Prozessors sich erst gar nicht großartig im Gehäuse breit macht. Als muß die Luft gleich raus.
Über der Position des Prozessors habe ich mit Bleistift die Bohrungen für 8  mal 7,5 mm Bohrungen angezeichnet. Anschließend gekörnt und stufenweise immer größer aufgebohrt. Nimmt man gleich einen zu großen Bohrer wird dies alles zu unsauber. Zum Schluss mit dem Versenker von Hand angesenkt. Aus Gründen der Optik und natürlich um den Grad zu entfernen. Die restlichen Bleistiftmarkierungen lassen sich mit einem Radiergummi einfach entfernen.


Dies ist nun das Endergebnis. Die äußeren Lamellen des hinteren Kühlkörpers habe ich ein wenig auseinander gebogen. Weniger wegen der Wirkung als wegen der Optik. Die analogen Chinchausgänge sind nun zwar schwer zu erreichen, aber bei einem BluRay Player aber unwichtig. Noch 3 Gummistopfen mit Filzfüssen, und es war nicht nur mehr Platz, sondern auch noch eine leichte Schwingungsentkopplung des Players erreicht.
Nun ist das Gerät nur noch Handwarm. Die Zeiten in den man Eier darauf braten konnte sind vorbei.

Noch ein paar allgemeine Dinge.

Dies ist nur ein Beispiellösung. Sicherlich lässt sich dies auf andere Geräte übertragen. Aber nur in Bezug auf die Angriffspunkte der Kühlungsmöglichkeiten. Die Art und Weise der Durchführung muss aber logischerweise auf das Gerätelayout angepasst werden.

Es empfiehlt sich im Gerät befindliche Kühlkörper vor aus zu messen, ob sie an Masse liegen oder nicht. Dies mag in den meisten aller Fällen so sein. Aber gerade wenn es sich um Transistoren handelt ist erhöhte Vorsicht geboten. Denn.... ist dies nicht der Fall und man verlängert den Kühlkörper ist explizit darauf zu achten das er das Gehäuse nicht berührt. Sonst ist mit einem Gerätedefekt zu rechnen.
Liegt der Kühlkörper an Masse kann er das Gehäuse berühren, oder sogar extra mit ihm verbunden werden.
Wenn das Gehäuse wie hier nicht eh schon als Kühlkörper genutzt wird, ist dies immer eine gute Lösung.

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