Dienstag, 4. September 2012

Denon AVR 1910 und Marantz AV 7005.....

...der modifizierte Glücksgriff und die eierlegende Wollmilchsau.


Als ich mir vor einigen Jahren den Denon AVR 1910 ( Herstellerseite ) kaufte bewegte sich mein Wissen um HiFi noch in engeren Grenzen. Um so mehr war ich froh das das alleinige lesen von Testberichten mich zum Ziel führte, und ich wenigstens einige zufrieden stellte.
Wenn man dann aber seine Lautsprecher über eine Aaron Vor–/Endstufenkombination oder einen NAD C356 hört,ist die Zufriedenheit  schnell dahin. Weil man einfach merkt was da noch geht.
Ist einem aber genauso wichtig das Iron man das Wohnzimmer zum beben bringt wie durch eine feine Ortsauflösung und Detailreichtum einen Stereo zu erleben wird es schwierig. Zwei Geschichten die sich meist nur durch hohe Investitionskosten vereinen lassen. Möglichkeiten dies durch ein Gerät zu lösen finden sich zum Beispiel bei NAD oder Arcam. Das wäre vom Preis bei NAD mit dem NAD T747 ab ca 1.100 Euro und bei Arcam mit dem AVR 400 ab ca. 2.000 Euro.
Nach langen lesen und überlegen kam ich wegen diverser Vorteile auf das Thema separate Vor–/Endstufenkonzepte.

Grundsätzlich ist man mit diesem Weg natürlich teurer dran. Neben den diversen technischen Vorteilen ergibt aber auch die Möglichkeit nur die Endstufen zu tauschen. Dies könnte z.B. der Fall sein wenn man umzieht und der Raum größer ist wie der alte, die neuen Lautsprecher mehr Leistung brauchen, oder man sich einfach verbessern will. Somit ist eine neue Endstufe meist günstiger wie ein kompletter und besserer oder leistungsstärkerer AV–Receiver.

Die technischen Vorteile sind vor allem im Netzteil zu sehen und der damit besseren Signalqualität. In einer separaten Gehäusen hat man durch ein größeres Platzangebot die Möglichkeit wesentlich aufwendigere Netzteile zu implantieren. Dies führt zwangsläufig zu stabileren Spannung, weniger Wärmeentwicklung und vor allem zu einem besseren Vorstufensignal.
Außerdem produzieren die für Endstufen gedachten Netztrafo's stärkere Magnetfelder, die durch induktives Übersprechen das empfindlichere Vorstufen Signal beeinflussen. Eine Räumliche Trennung verringert diesen Effekt.
Benutzt man z.B. teilweise Aktivlautsprecher ( damit meine ich keine Subwoofer ) machen getrennte Vor–und Endstufe genauso sind wie bei Bi–amping oder Monoendstufen. Da Monoendstufen näher zu den Lautsprecher aufgestellt werden können, und so besonders in großen Räumen Leistungsverluste verhindert werden können.

Der Weg zum Vor–/Endstufenkonzept

Nur beides auf einmal zu kaufen war definitiv nichts für mein Budget. Warum hat mein Denon 1910 keine pre outs. Schade. Aber akzeptieren wollte ich das nicht, und entschied mich dies zu ändern. (siehe hier).
Nun war der Weg frei mir schrittweise mir Endstufen zu zulegen, und als finaler Schritt eine richtig gute Vorstufe. Es folgte also ein neuer Music Hall 25a.2 Vollverstärker dem nachträglich Endstufeneingänge eingebaut wurden. Wer braucht schon zwei Vorstufen vor einer Endstufe ? Über eBay folgten dann zwei gebrauchte NAD Endstufen ( NAD 902 für die Center, NAD 2155 für die Rear). Das Ergebnis konnte sich hören lassen. Stereo spielte wesentlich lockerer auf. Abgesehen von der geringeren Gehäusewärme des Denon's spielt er wesentlich feiner und detailreicher. Im Surroundbetrieb dachte ich zwar das ich die Eingangslautstärke absenken könnte, aber das war nicht der Fall. Was aber der Fall war ein Gewinn im Dynamikbereich. Bei lauten Scenen konnte ich Nebengeräusche wesentlich klarer wahrnehmen. Was wohl heißt das der Receiver einfach mehr Luft hat um sich Feinheiten zu widmen.

Warum sind AV–Vorstufen eigentlich so teuer

Nach einiger Zeit war es dann soweit. Die Geldmittel waren vorhanden mir eine feine AV–Vorstufe zu kaufen. Ich wollte mir eine Vorstufe für ca 1500 Euro suchen. Das Problem ist aber das die Vorstufen in der Regel um einiges teurer sind wie ein kompletter AV–Receiver. Schaut man bei High–End Hersteller wie NAD kostet ein T–175 HD ( siehe hier ) gleich mal über 2000 Euro. Bei Arcam sieht dies ähnlich aus. Also stellt ich mir die Frage warum man nicht einen Arcam AVR 400 ( siehe hier ) für ca 2200 Euro nimmt, die Endstufen ausbaut und diese dann als reine Vorstufe für sagen wir mal 1500 Euro verkauft. Dies wäre doch ein leichtes, da Entwicklungskosten praktisch nicht vorhanden wären. Es würde vielmehr eine neue Kundenschicht ansprechen, die sich zwar für Arcam interessieren, denen aber 2400 Euro auf einmal zu viel ist. Ähnliches gilt zum Beispiel für einen NAD T 765 HD ( siehe hier). Gerade hier interessant da gute und günstige NAD Gebrauchtendstufen keine Mangelware sind.

Eine mögliche Kombination zwischen High End Stereo und Surround dachte ich in der Rotel RSP 1572 ( siehe hier ) zu finden. Doch der Preis von ca. 2000 Euro und die fehlende Einmeßautomatik lies mich weiter suchen.
Durch einen Tipp wurde ich auf die Marantz AV 7005 aufmerksam. Nach dem Studieren von etlichen Testberichten, hörte ich das der Cheftontechniker des Saarländischen Rundfunk die selbe Vorstufe zu Hause stehen hat. Die Testberichte und diese Info veranlassten mich dazu etwas zu machen was ich sonst eigentlich für nicht gut heiße. Etwas kaufen ohne es selber getestet zu haben. Aber ich habe es bis heute nicht bereut. Was aber nicht heißt das man die Regel normalerweise nicht beachten sollte. Hatte halt auch ein wenig Glück.

Der Marantz AV 7005.....die eierlegende Wollmilchsau

 
Der Marantz lässt von der Ausstattung ( Herstellerseite, Bedienungsanleitung ) keine Wünsche offen. Auch wenn vieles nicht benötigt wird, da die vielen Möglichkeiten auch vom Wesentlichen ablenken können. Klar habe ich am Anfang alles durchprobiert, gerade die ganzen Tonmodi, aber zum Schluss sind die einzig relevanten Stereo Pure direct und Dolby Pro Logic. Ich möchte jetzt nicht auf die einzelnen Ausstattungmerkmale wie Air Play und Auddyssey eingehen, das haben Andere schon zur Genüge getan.

Bedienungsanleitung    Herstellerseite

Testberichte:
Areadvd      Audiovision       AV-Magazin

Der Zusammenhang von Marantz AV 7005, Marantz SR 7005, Denon AVR 3311

Vielmehr geht mir darum zu zeigen das es doch geht was ich oben bei Arcam und NAD bemängelt habe. Man nehme ein Klangglich starken AV–Receiver entnimmt die Endstufe, setzt ein gutes Netzteil davor und bringt die ihn auf den neusten Stand der Technik. So hier geschehen.
Wem bewusst ist das Denon und Marantz  2002 in der D&M Holdings Inc. mit McIntosh, Boston , Snell, Escient fusionierten, wird es nicht wundern das auf diesem Weg Technologien ausgetauscht werden.
So hat man hier die Vorstufenelektronik des klangstarken Denon AVR–3311 und ihn als Basis des Marantz SR–7005 genommen.
Allerdings habe ich selber die Erfahrung gemacht daß das gute Air Play seine Tücken hat. Nach dem es lange Zeit funtioniert hat, ging es plötzlich nicht mehr. Die Verbindung war plötzlich weg gewesen. Woran es liegt habe ich bis jetzt nicht heraus gefunden. Stöbert man in diversen Foren herum merkt man das ich kein Einzelfall bin. Selbst unter Einbezug von Marantz scheint das Problem nicht in den Griff zu bekommen sein. Tja, nix is perfekt.

Testbericht Marantz SR 7005 und Kurzvergleich zum Denon AVR 3311


Testberichte Denon AVR–3311:
Areadvd    Hifi Test    Testberichte    Audiovision

Passende Marantz Endstufen
MM 8003     MM 7055


Testberichte Denon AVR 1910



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