Dienstag, 18. Dezember 2012

Medienregal ohne Leim und fast ohne Schrauben

Da in meinem Schlafzimmer auch ein TV, Sat-Receiver und DVD-Player stehen musste da natürlich auch etwas adäquates hin. Und zusätzlicher Stauraum schadet auch nie.
Da ich in den letzten Tag bereits ein Regal auch Eiche für die Küche gebaut habe, wollte ich nach der Selben Art und Weise auch hier etwas bauen. Das Vorbild dafür ist ein Regal das ein Nachbar vor ein paar Jahren gebaut hat. Eiche dunkel gebeitzt und lediglich gesteckt und gezapft.
Auf ähnliche Weise habe ich dann Das Küschenregal gebaut. 2 Eiche Leimholzplatten, 4 Eische Rundtstäbe und 8 6mm Holzdübel. Ohne Leim und ohne Schrauben.
Mit dem Vorhaben dies bei dem Regal zu wiederholen, musste ich dann schließlich doch eine Rückwand dran schrauben. Einer Höhe von 1m brauchte es doch mehr Stabilität.
Durch die offene Bauform wirkt das Regal wenig klotzig. Um den Effekt zu verstärken wollte ich die Ecken noch ein wenig bearbeiten, und die Kanten mit meiner Oberfräse ( siehe hier ) bearbeiten.
Damit alle Ecken gleich aussehen empfiehlt es sich eine Schablone zu machen und auf die Ecken zu übertragen. Die Schablone besteht aus einer dünnen Plastikplatte, aber Pappe tut es auch. Zum Entwerfen der Form kann man eigentlich alles nehmen was in einem Keller so herum fliegt. In diesem Fall eine Kuchenglocke und eine Rolle Isolierband. Nun einfach die Form auf alle Ecken übertragen , Stichsäge und weg damit. Ich hab hier relativ ungenau aufgeschnitten da ich alle Platten mit Schraubzwingen an einander fixiert habe und alle gleichzeit mit einem Rundschleifen an die Markierungen herunter geschliffen habe. So wird das Ergebnis relativ genau und es geht schneller wie alles einzeln zu bearbeiten.
Anschließend kam die Oberfräse zum Einsatz um die Kanten rund zu fräsen.



Nun ging es ans abschleifen, grob, von mit 80er Körnung. Ein die Oberfläche, da die Bretter schon vorbehandelt waren, aber vor allem die Kanten.
Hier habe eines meiner Lieblingswerkzeuge benutzt. Ein feststellbahrer Markierungsanschlag von meinem Opa. Also quasi ein Erbstück. Hat man einen gleichen Abstand häufiger zu Markieren ist schon eine Erleichterung und Zeitersparnis.
Dann die Löcher für die Rundhölzer rein. Auch hier habe ich alle Bretter übereinander mit Schraubzwingen fixiert. Mit einem Mal alle Bretter vorgebohrt um auf allen eine exakte Führung für den den 20mm Holzbohrer zu haben. Am besten in einem Bohrerständer und mit jemanden zusammen, da die Leimholzbretter schon ein gewisses Gewicht haben als das sie mit einer Hand gerade halten könnte.



Da die Rundstäbe den gleichen Durchmesser wie die Bohrungen haben ist es dringend zu empfehlen die Bohrungen ein wenig zu erweitern. Es sei denn es soll ein Regal wie in der Küche werden, wo die Bretter lediglich nur oben und unten begrenzen. Werden die Bretter allerdings wie hier weiter heruntergebraucht braucht man ein wenig mehr Luft und bei Bedarf hilft auch ein wenig Fett. Auch wenn Eiche stabil ist....irgendwann gibt auch diese nach.


Sind alle Bretter an ihrer Position gilt es sie zu fixieren. Die schönste und schnellste Methode finde ich immer noch ist die mit Holzdübel. Reinbohren, reinschlagen, verschleifen, fertig. Für die kurzen Abstände habe ich einen 6mm Holzdübel genommen. Bei den längeren nahm ich zwei. Einen zum Fixieren und einen als optisch Verschluss der Bohrung. Besser wäre hier ein Stabdübel, aber das geht auch. Das Überstehende abschneiden und verschleifen.

Die bereits angesprochene Rückwand aus 6mm Birke Multiplex war einfach nicht zu vermeiden. Ist einfach stabiler.

Vor der Oberflächenbehandlung mit Leinöl, Wachs oder wie hier Hartwachsöl, sollte noch mal die Oberfläsche grob abschleifen um z.B. Verschmutzungen ( in meinem Fall u.a. durch das Fett ) zu entfernen.
80er und 120er gekörntes Schleifpapier finde ich ganz gut dafür.
Mit dem Pinsel alles großzügig einpinseln. Ist dies erledigt gebe ich dem Holz eine halbe Stunde und nehme mir dann ein kleinen Lappen. Mit dem vereibt ich alles. Dabei geht es nicht dabei alles zu entfernen nur weiter zu verteilen. Diesen Lappen am besten aufheben und alles über Nacht trocken lassen.
Am nächsten ist dann wieder alles rau. Also nicht erschrecken, völlig normal. Die vielen kleinen Holzfasern haben sich durch das Öl aufgestellt. Die Effekt ist bei harten Hölzern wie Eiche weniger wie bei weichen Hölzern wie Fichte, Akazie. Dann nimmt mein einfach 250er Schleifpapier und schleift die Öberfläche wieder ab. Nicht allzu fest und mit der Faser. Den Lappen vom Vortag der immer vor Öl triefen müsste einfach noch ein wenig Ölt dran machen, und das ganze wieder abreiben. Wenn man möchte kann man auch alles mit einen sauberen Lappen polieren. Ist es alles trocken hat man es geschafft.



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