Sonntag, 6. Januar 2013

Akustische Experimente

Da ich aus beruflichen Gründen einfach nicht zum Streichen komme, ist alles was ich zur Zeit mache provisorischer Natur. Der Teppich dürfte zwar nächste Woche kommen, was in Punkto Nachhallreduzierung ein weiterer Schritt ist. Aber dies als einzig ausreichende Maßnahme zu sehen wäre ein Irrtum. Die Zusätzlichen Gardinen werden sicher auch nicht ausreichend sein. Aber dies geht ja erst wenn alles frisch weiß ist. Ein Konzept für ein Deckensegel hab ich mir deshalb schon mal überlegt.

So sitze ich nun in meinem " unglaublich schönen" Wohnzimmer und behelfe ich mir nun damit überall Wolldecken an die Wand zu nageln bis ich alles optisch und akustisch in Einklang bringen kann.


Hier habe ich z.B. Basotect Reststücke auf den Wohnzimmerschrank gelegt.
An die Wände habe ich Stoff und Wolldecken genagelt und ein Fell auf den Boden gelegt. Alles kleine Tropfen auf den heißen Stein die auf schon mal angenehmere Höhen gebracht haben. Es klingt lange nicht mehr so spitz, so dass auch mal höhere Laustärken angenehmer zu hören sind.






 Nun zum eigentlichen Thema. In Bezug auf meinen Letzten Post 
. In dem ich auf Direkt - und Diffusschal eingegangen bin, einfach mal was Praktisches dazu.

Der seitliche Diffussschall.
Dieser ist maßgeblich dafür verantwortlich das die Auflösung, Ortsauflösung und Sprachverständlichkeit , speziell bei Stereo schlecht ist. An dieser Stelle nix zu tun ist schade da eine Menge Potential verschenkt wird.

Um den Punkt zu sehen wo ein Absorber oder Diffusor Sinn macht, hilft ein Spiegel. Entweder ein großer den man an die Wand stellen kann oder eine zweite Person die ihn an die Wand hält. Sitz man nun am Hörplatz ( Raummitte im Stereodreieck ) ist der richtige Platz für die Maßnahme dort wo sich der Lautsprecher im Spiegel darstellt.

Nun muss man nicht sofort in den Baumarkt rennen und wild beginnen etwas zu bauen.An diese Stelle einfach mal ein Keilrahmenbild, oder besser einen kleinen Teppich ist erst mal ausreichend. Jedenfalls um sich mal für 3 oder 4 CD's Zeit zu lassen, um heraus zu finden ob das alles nur hohles Gelaber eines dieser Nerds ist oder nicht. Wer sich wirklich darauf einlässt wird merken das es nicht so ist.
Den richtigen Aha Effekt wird aber sicherlich nur haben wenn man es anständig macht. Am Beispiel meiner Allium 45  ( siehe hier ) dessen Hochtöner bei 1,2 kHz zu den Tieftönern getrennt werden,  ist als nötige Wirkung durchaus mehr nötig. Sagen wir mal 3 cm Basotect oder 1,5 -2 cm komprimierte Glaswolle die aber dann ca 3 cm Wandabstand haben muß um eine ähnliche Wirkung erzielen.
Also kurz gesagt. Je besser die Maßnahme auf die Lautsprecher abgestimmt desto besser wird das Ergebnis.

So stehen bei mir jetzt auf der Fensterbank eine 10 cm Basotectplatte und hinter der roten Wolldecke links eine mit 5 cm. Nicht weil diese Dicken nötig wären, sondern weil sie gerade verfügbar waren.

Außerdem sollte an dieser Stelle gesagt sein. Vieles was in diesem Sektor passiert geschieht trotz lesen oder hantieren mit Meßmicrophonen nach dem Try and Error Prinzip. Nicht nur weil es keine Patentlösungen gibt, sondern  auch weil das Empfinden wann ein Klang angenehm ist, schlicht Geschmacksache ist.

Technische Daten und Richtlinien sind gut, aber zu seinem persönlichen Ergebnis kommt man nur durch experimentieren.



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