Freitag, 8. März 2013

Helmholtzabsorber: Aufbau und Zwischenstand

Nun da die Helmholtzabsorber stehen, ist im Bassbereich auch wirklich was passiert. Nicht nur die Messungen sehen gut, sondern vor allem das akustische Empfinden ist sehr angenehm. Während vorher erhöhte Lautstärken nicht lange zu ertragen waren, ist es nun so das diese angenehm und alles andere als störend sind. Die einzigen Nebenwirkungen sind ein schnelleres Ermüden der Ohren und die Tatsache das man sich nicht mehr unterhalten kann. Aber man muss ja nicht extrem laut hören, es zeugt nur von Qualität wenn man es kann.

























An dieser Stelle möchte ich noch einmal darauf hinweisen, das die Messungen mit meinem MicWi436 ( siehe hier ) mit Vorsicht zu geniesen sind. Da man schon Unterschiede bei iPhone, iPad trotz Korrekturdaten sieht. Um genaue Ergebnisse zu erhalten ist ein richtiges Messsystem unumgänglich. Aber um die Marschrichtung zu erkennen ist es in jedem Fall ausreichend. Aber auch wenn die Kurven nicht ganz exakt sind deckt sich das Ergebnis mit dem akustischen Eindruck.

Wie zu sehen ist wirken sich sich die Helmhotzabsorber im Surround wesentlich mehr aus. Dies ist durch die bodennahe Position der Subwoofer zu erklären. Was aber auch schön zu sehen ist das die Allium 45 wirklich Salz haben. Da ich bei 7.2 die Allium 45 ( siehe hier ) mit einer Trennfrequenz von 60 Hz betreibe ist es überhaupt möglich das sich die so Absorber auswirken. Bei Fullbandbetrieb ( wie bei Pure direct ) oder einer Trennfrequenz von 40 Hz, wäre der Peak bei 31 Hz nicht so zu kontrollieren. Außerdem kann ich die die Subwoofer dann genauso gut abschalten.
Ich habe es probiert. Da der Tiefgang bei Stereo selten so tief ist, und pure direct den Bass nicht zusätzlich verbiegt, tritt dort das Problem auch so nicht auf.

Der Grund dafür sind die  Scan Speak 18w4531 Revelater ( siehe hier) in meinen Allium 45. Die sind echt Hammer. Ein Tieftöner der 90dB bis 60Hz und 85 dB bis 35 dB bringt ist halt was ( Freiluft ). Sie wären zwar nicht meine erste Wahl um Subwoofer zu bauen, aber ein solcher würden absolut jeden Subwoofer aus dem Media Markt die Hosen aus ziehen.

Der Aufbau der Helmholtzabsorber



Die Seitenwände bestehen aus 19mm MDF Platten, verleimt und verschraubt mit 4x45 Spax Schrauben. Deckel und Boden aus 18 mm Akazie passend zur anderen Einrichtung.
Auch wenn die Seitenwände noch verkleidet werden habe ich mir beim Abschleifen der Kanten mühe gegeben. Trotz das es kalt war. Unten sind die Akazieplatten bündig, während sie oben an zwei Seiten 5 cm überstehen. Passend ausgerichtet zur Raumecke. Die Bodenplatte ist verleimt und schraubt, während der Deckel nur verschraubt ist. So kann man die Bedämpfung bei Bedarf verändern. Die vorderen sichbaren Schrauben sind 4mm Messing Schrauben. Während die hinteren normale Spax sind. Diese werden später durch den Basotectaufbau und deren Verkleidung verdeckt.
Ursprünglich wollte ich für die Füße verstellbare aus dem Küchenbereich nehmen. Akazie geleimt und gedübelt. So geht es einfacher. Ebenfalls aus Akazie fertigte ich mir einen Bohrklotz an. Mit einer Fixierungsschraube in der Mitte, die ein Verrutschen beim Bohren verhindert.
Was ich an dieser Stelle empfehlen kann ist die Wolfcraft Universal Holzdübel Box  ( siehe hier ).
Gerade die Bohrabstandshalter die aus einzeln gibt. Die Dübelfixe sind auch ganz nett. Ansonsten bin ich aber eher ein Freund von selbst gefertigten Bohrschablonen. Dabei sind grundsätzlich Harthölzer wie Eiche oder Buche zu empfehlen. Je nach dem wie oft ich sie benutze tut es auch wie hier ein Weichholz.
Ein Absorber dieser Größe hat sein Gewicht. Deshalb ist beim Aufstellen und Transportieren darauf zu achten, das die Füße zwar ausreichend Stabilität in der aufrechten Position besitzen. Aber auch nur so. Man sollte beim Aufstellen darauf achten daß das Gewicht nicht seitlich auf den Füßen lastet.

Als Dämmmaterial wollte ich ursprünglich Glaswolle nehmen. Im Baumarkt stieß ich zufällig auf Pure One von Ursa ( siehe hier ). Die ökologischen Eigenschaften waren für mich dabei zweitrangig. Lediglich hoffte ich mit einer besseren akustischen Wirksamkeit ( wurde speziell damit beworben ) und weniger Juckreiz beim Verarbeiten. Ob es nun wirklich bessere akustische Eigenschaften hat kann ich nicht sagen. Subjektiv erscheint es mir schwerer wie Glaswolle was dafür spricht das es besser ist. Und die Verarbeitung ist wesentlich angenehmer wie Glaswolle.
Zuerst nahm ich ein paar Reststücke der oftmals verwendeten 3 Euro Fusseldecken von Kik und einen großen Kabelbinder. Damit verschloss ich das Rohr um einaustreten der Wolle zu verhindern. Eine doppelte Lage der Decke schadet nicht. Die Menge der zu verwendeten Wolle hängt davon ab was ich für meinen Raum brauche. die Zusammenhänge hierzu habe ich ja bereits gezeigt ( siehe hier ). In meinem Fall habe ich erst einmal alle Absorber massiv bedämpft. Wichtig ist allerdings nur so viel rein zu machen das sich die Fasern noch bewegen können. Komprimiere ich die Fasern zu stark ist die Wirkung rückläufig. Denn das Prinzip der Dämmung ist das die Fasern in Schwingung geraten und die Schallenergie in Wärmeenergie umwandeln. Nehmen ich ihnen den Raum sich zu bewegen, reduziere ich die Wirkung.
Ob die Menge tatsächliche die Optimale ist kann ich erst sagen wenn Herr Jörg von Hifi Zenit mit seinem professionellen Messsystem da war. Auch wenn ich es als gutes Ergebnis empfinde wird sich zeigen ob es nicht noch besser geht.

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1 Kommentar:

  1. Und es geht wieder fleißig voran, Danny… :-) Besten Dank mal wieder, dass Du SPAX verwendet hast!
    Viele Grüße,
    Dein SPAX-Team

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